Rosenkranz
Rosenkranz-Andacht
Freitag, 04.04.2025, 18:00 Uhr, (!) Jesuitenkirche
Eucharistiefeier
Freitag, 04.04.2025, 19:00 Uhr, im Kloster Namen Jesu
Am 8. April 2024 hat die Generalversammlung der Männerkongregation beschlossen, dass künftig in das monatliche Treffen zum Rosenkranzgebet kurze Inputs zur Glaubensbildung einfliessen sollen.
Ausgehend von den Bildungsnachmittagen, die Diakon Mathias Mütel mit Präfekt Daniel Kilchenmann zur Geschichte des Rosenkranzes und zur Bedeutung Marias für das Gebet 2022 und 2024 gestaltet hatten, ergab sich daraus der Wunsch, den monatlichen Rosenkranz in einer veränderten Form zu beten. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten wird dies Mathias und Daniel abwechselnd übernehmen.
Einführung
Verkürzt zusammengefasst hat sich der Rosenkranz aus dem Psalmengebet der Tagzeitenliturgie entwickelt und wurde so auch im 19. Jahrhundert, als das „Laienbrevier“ bezeichnet. Letztlich ist das Ziel des Psalmengebets und des Rosenkranzgebetes ein und dasselbe: sich meditativ in das Leben Jesu zu versenken und „durch Ihn und mit Ihm und in Ihm“ Gott zu verherrlichen.
Der Psalter war, ist und bleibt das Gebet Jesu Christi. Jesu Leben ist eine Auslegung der Psalmen und die Psalmen legen das Leben Jesu aus. Der Psalter ist gleichsam die Summe der Gefühls- und Gebetswelt Jesu Christi. Wer als Teil der Kirche die Psalmen liturgisch betet, betet „in persona Christi Corporis“, so wie der Priester bei der Wandlung „in persona Christi Capitis“ betet.
Hatte sich das Rosenkranzgebet, über die Pater Noster-Schnüre mit Hilfe derer, diejenigen die nicht (lateinisch) lesen konnten, das Psalmengebet der Tagzeitenliturgie ersetzten konnten, im Laufe der Zeit (leider) auch das über viele Jahrhunderte von den Laien gepflegte Marianische Tagzeitengebet und die Tagzeiten vom Leiden Christi, das Franziskus für die Laienbrüder geschrieben hatte, verdrängen.
Insofern aber sowohl die marianischen Tagzeiten als auch die vom Leiden Christi eng mit dem Rosenkranz verbunden sind, können sie nochmal ein eigenes Licht auf die einzelnen Geheimnisse des Rosenkranzes werfen.
Deshalb haben wir als Marianische Männerkongregation von Solothurn angefangen, als Betrachtungstexte Psalmen und Psalmenkompilationen als Betrachtungstexte zur Vertiefung der einzelnen Geheimnisse zu lesen.
DER SCHMERZHAFTE ROSENKRANZ
Erstes Geheimnis: Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat
Die Komplet ist das liturgische Nachtgebet der Kirche. Es nimmt einerseits den Tod und die Vollendung in den Blick, lässt sich aber im Passionsgeschehen auch im Garten von Getsemani einordnen, als die Jünger einschlafen, während Jesus sie bittet, mit ihm zu beten. Die Psalmenkompilation des Franziskus zur Komplet eignet sich sehr schön zur Betrachtung des Geheimnisses:
…der für uns Blut geschwitzt hat
Offizium zum Leiden Christi vom hl. Franziskus, zur Komplet:
Gott, ich habe dir mein Leben kundgetan; meine Tränen hast Du kommen lassen vor Dein Angesicht. (Ps 56,8-9)
Alle meine Feinde planten Unheil gegen mich * und hielten gemeinsam Rat. (Ps 41,8a; 71,10c)
Und sie haben mir Gutes mit Bösen vergolten und meine Liebe mit Hass. (Ps 109,5)
Statt mich zu lieben, zogen sie über mich her, ich aber betete. (Ps 109,4)
Mein heiliger Vater, König des Himmels und der Erde, weiche nicht von mir, denn die Not ist nahe und es gibt niemanden, der mir hilft. (Joh 17,11; Mt 11,25; Ps 22,12)
Lass meine Feinde umkehren, an dem Tag da ich Dich anrufe, ich weiß doch, dass du mein Gott bist. (Ps 56,10)
Meine Freunde und meine Nächsten kamen nährten sich in feindlicher Gesinnung und stellten sich gegen mich. Und meine Nächsten hielten sich fern von mir. (Ps 38,12)
Du hast meine Freunde und Bekannten von mir entfremdet; sie haben mich zu einem Gräuel erklärt, ich wurde ausgeliefert/verraten und finde keine Rettung. (Ps 88,9)
Zweites Geheimnis: Jesus, der für uns gegeisselt worden ist
Die Prim, die erste Stunde, ist eigentlich die Tagzeit, die besonders der Verurteilung Jesu zugeordnet ist. Doch bei Franziskus schien uns die Kompilation zur Matutin besonders eindrücklich die Geisselung Jesu geistlich auszudeuten, mit den Versen Ps 69,20-21 und Ps 86,14. Aber auch viele andere Psalmenverse passen hier wie an anderer Stelle.
Offizium zum Leiden Christi vom hl. Franziskus, zur Matutin:
O Herr, Gott meines Heils, ich weinte vor dir bei Tag und bei Nacht. (Ps 88,2)
Lass mein Gebet vor dich kommen; neige dein Ohr zu meinem Gebet. ((Ps 88,3)
Schau auf meine Seele und errette sie, um meiner Feinde Willen rette mich. (Ps 69,19)
Denn du bist es, der mich vom Mutterleib an angenommen hat, Du bist meine Hoffnung von der Mutterbrust an. Auf Dich bin ich geworfen, von Mutterleib an, weiche nicht von mir. (Ps 22,10-12)
Du weisst, was man mir vorwirft und welche Verwirrung gegen mich herrscht; Du kennst meine Gottesfurcht. (Ps 69,20)
Vor dir sind alle, die mich verhöhnen. Mein Herz empfängt Schmach und Elend. Und ich hoffte auf einen, der Mitleid hatte, doch fand keinen, einen der mich tröstet und fand ihn nicht. (Ps 69,21)
O Gott, die Frevler haben sich gegen mich erhoben, und die Versammlung der Mächtigen tratet mir nach dem Leben, Dich aber haben sie nicht vor Augen. (Ps 86,14)
Drittes Geheimnis: Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist
Die Messiaserwartung Israels war stets geprägt von dem, was die alttestamentlichen Schriften über den Messias und die Psalmen über den Sohn Davids sagten. Erwartet wurde von den Vielen ein starker König, der die Israel befreien und das Reich Davids wiederherstellen würde. Ein glänzender König. Und gekommen ist ein armes Kind im Stall und ein Zimmermannssohn der mit Dornen gekrönt am Kreuz, als seinem Thron, stirbt. Eine grosse Spannung zwischen Allmacht und Ohnmacht, zwischen Allerbarmer und dem allzu Erbärmlichen. Viel lässt sich dazu sagen und viel haben wir dazu im Austausch und an Bildungstagen vertiefen können. Für das dritte Geheimnis stellen wir einen Königspsalm als Kontrast dem Geheimnis der Dornenkrönung entgegen, um diese Spannung zwischen erwarteter Grösse und konkreter Erniedrigung in der Betrachtung einzufangen.
Psalm 21:
An deiner Macht, Herr, freut sich der König; / über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.
Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, viele Tage, für immer und ewig.
Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer; wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.
Denn der König vertraut auf den Herrn, die Huld des Höchsten lässt ihn niemals wanken.
Deine Hand wird all deine Feinde finden; wer dich hasst, den trifft deine Rechte.
Du lässt sie glühen wie einen feurigen Ofen, sobald du erscheinst. Der Herr verschlingt sie im Zorn, das Feuer verzehrt sie.
Du wirst ihre Brut von der Erde vertilgen; ihr Geschlecht (verschwindet) aus der Mitte der Menschen.
Schmieden sie auch böse und listige Pläne, richten sie doch nichts aus gegen dich.
Du schlägst sie alle in die Flucht, wenn du mit deinem Bogen auf sie zielst.
Erhebe dich, Herr, in deiner Macht! / Deiner siegreichen Kraft wollen wir singen und spielen.
…
Viertes Geheimnis: Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat
In einer langen theologischen Tradition wird die Kreuzigung Jesu als das eigentliche, wahre Opfer und das Kreuz als der wahre Altar interpretiert, auf das die alttestamentlichen Opfer letztlich zulaufen. (Hier müsste viel zum Opferbegriff erläutert werden, da sich das Opfer Christi nicht auf die Kreuzigung reduzieren lässt, das Opfer vielmehr das ganze Sein Jesu von Inkarnation bis Himmelfahrt umfasst, und vor allem der [quantitative] Schmerz nicht das ist, was das Opfer ausmacht.) In der alten lateinischen Form der Messe wurde zu Beginn vom Priester und Ministranten immer Psalm 43 gebetet und dabei der Aufstieg zum Hochalter mit dem Aufstieg zum Berg Golgatha und das Hintreten zum Altar der Kirche mit dem Hintreten zum Altar des Kreuzes in Beziehung gesetzt.
Psalm 43: zum Geheimnis: … der für uns das schwere Kreuz getragen hat
Verschaff mir Recht, o Gott, / und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!/
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!
Denn du bist mein starker Gott. / Warum hast du mich verstoßen?
Warum muss ich trauernd umhergehen, / von meinem Feind bedrängt?
Sende dein Licht und deine Wahrheit, / damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg / und zu deiner Wohnung.
So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude./
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, / Gott, mein Gott.
Meine Seele, warum bist du betrübt / und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,/
meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.
Fünftes Geheimnis: Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist
Das Psalmenbuch ist insgesamt das häufigste zitierte Buch des Alten Testaments im Neuen Testament. In den Erzählungen vom Tod Jesu werden zwei Psalmverse direkt zitiert: Ps 22,2 in Mt 27,46; Mk 15,34 und Ps 31,6 in Lk 23,46. Viele gingen davon aus, dass der Satz „Mein Gott, mein Gott warum hast Du mich verlassen“ einfach der Anfang des Psalmgebetes Jesu am Kreuz war und er dann still weitergebetet hat. Manche sagen, wohl auch um die verschiedenen Evangelien zu harmonisieren, dass er dann bis Ps 31,6 gekommen sei, was er kurz vor seinem Tod wieder lauter ausgesprochen habe. So stellen wir Verse aus Psalm 22 und Psalm 31 bis zum Psalm 6 als Betrachtung vor das letzte Geheimnis:
Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist
Psalm 22 (Verse):
Ps 22,2
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, / bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Ps 22,3
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; / ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Ps 22,7
…
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, / der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Ps 22,8
Alle, die mich sehen, verlachen mich, / verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
Ps 22,9
«Er wälze die Last auf den Herrn, / der soll ihn befreien! Der reiße ihn heraus, / wenn er an ihm Gefallen hat.»
Ps 22,15
…
Ich bin hingeschüttet wie Wasser, / gelöst haben sich all meine Glieder. / Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Ps 22,16
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, / die Zunge klebt mir am Gaumen, / du legst mich in den Staub des Todes.
Ps 22,17
Viele Hunde umlagern mich, / eine Rotte von Bösen umkreist mich. / Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Ps 22,18
Man kann all meine Knochen zählen; / sie gaffen und weiden sich an mir.
Ps 22,19
Sie verteilen unter sich meine Kleider / und werfen das Los um mein Gewand.
…
Psalm 31,2-6
Ps 31,2
Herr, ich suche Zuflucht bei dir. / Lass mich doch niemals scheitern; / rette mich in deiner Gerechtigkeit!
Ps 31,3
Wende dein Ohr mir zu, / erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, / eine feste Burg, die mich rettet.
Ps 31,4
Denn du bist mein Fels und meine Burg; / um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
Ps 31,5
Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; / denn du bist meine Zuflucht.
Ps 31,6
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; / du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
DIE FREUDENREICHEN GEHEIMNISSE
Erstes Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast
Psalm 98 ist der Antwortpsalm zum Fest der unbefleckten Empfängnis.
Die Verkündigung des Engels hat nichts mit diesem Fest zu tun, denn bei der unbefleckten Empfängnis geht es um den Moment, als Anna mit Maria von Jojachim schwanger wurde.
Beiden Festen ist aber gemein, dass sie in tiefster Verborgenheit vor der Welt, dass Heil der Welt vorbereiten. In Unscheinbarkeit und intimer Stille wird gewirkt, was der ganzen Welt das Heil bereitet.
Und so ist es angemessen, wenn die Kirche in der Vigil zu den Marienfesten den Jubelpsalm 98 anstimmt, der sicher auch Marias Herz bewegt hat, wenn sie in der Stille und Einfachheit mit ihrem Ja Gott den Weg in die Welt geebnet hat.
So wie es auch angemessen ist, dass die ganze Kirche im Ave Maria heute den Gruss des Engels wiederholt: Gegrüsset (auf Griechisch: Freue Dich) seist Du, voll der Gnade
Psalm 98:
Singt dem Herrn ein neues Lied; / denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen / und mit seinem heiligen Arm.
Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht /
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Barmherzigkeit / und an seine Treue zum Hause Israel.
Alle Enden der Erde / sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, / freut euch, jubelt und singt!
Spielt dem Herrn auf der Harfe, / auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner / jauchzt vor dem Herrn, dem König!
Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, / der Erdkreis und seine Bewohner.
In die Hände klatschen sollen die Ströme, /
die Berge sollen jubeln im Chor vor dem Herrn, wenn er kommt, /
um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht, / die Nationen so, wie es recht ist.
Zweites Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast
Das Ave Maria setzt sich zusammen aus dem Gruss des Engels und aus dem Gruss Elisabeths: «Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes».
Das Wort gebenedeit klingt etwas altbacken. Es versucht das lateinische «benedicta» zu imitieren. Das ergibt viel Sinn, denn das lateinische bene-dicere heisst wörtlich «Gutes sagen». Und deshalb kommt es auf den Kontext an, ob es «preisen» oder «segnen» oder beides heisst. Hier scheint mir beides gemeint zu sein. Maria ist gesegnet, ist aber auch zu preisen.
In den Lobpreis Mariens, mit dem Maria auf den Gruss Elisabeths antwortet, stimmt die Kirche jeden Abend im kirchlichen Abendgebet, der Vesper ein. Und so wollen wir dieses Lied Mariens, das Magnifikat auch dem zweiten Geheimnis voranstellen:
Magnificat (Lk 1,46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Drittes Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau, in Bethlehem geboren hast
Die Geburt eines Kindes ist für sehr viele Menschen ein mystischer Moment, in dem auch hartgesottenste Atheisten in Erwägung ziehen, dass es eine höhere Macht gibt.
Das Wunder des Lebens. Ein Hinweis auf Gott? Für Gläubige aller Zeiten auf jeden Fall.
Schön formuliert hat es der Psalmist in Psalm 8, der an Marienfesten in den Nachtwachen (Vigil) gesungen wird.
Psalm 8:
[Für den Chormeister. Nach dem Kelterlied. Ein Psalm Davids.]
Herr, unser Herrscher, / wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; /
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, /
deinen Gegnern zum Trotz; /
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.
Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, /
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, /
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als die Engel, /
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, /
hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder /
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, /
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, /
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!
Viertes Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast
Zwei alte Menschen begegnen uns im Geheimnis vom Tempelgang.
Hanna und Simeon. Beide warten schon sehr, sehr lange auf den Messias, auf den Erlöser Israels. Hanna diente Gott mit Fasten, Beten und Predigt (Prophetie) bzw. mit dem liturgischen Dienst im Tempel (Simeon). Und das jahrzehntelang.
Ein Vorbild an Treue, an Hoffnung und Durchhaltevermögen.
Als Simeon das Kind in die Arme nimmt, spricht er ein Gebet, dass in der lateinischen Kirche im Nachtgebet (Komplet) täglich gebetet wird. Dieses Gebet wollen wir dem vierten Geheimnis voranstellen:
Nunc dimittis (Lk 2, 29-32)
Nun lässt Du Herr Deinen Knecht,* wie Du gesagt hast in Frieden scheiden
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,* das Du vor allen Völkern bereitet hast
Ein Licht, das die Heiden erleuchtet *und Herrlichkeit für Dein Volk Israel
Fünftes Geheimnis: Jesus, den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast
Jesus ist mit seinen Eltern auf Wallfahrt in Jerusalem. Dabei werden sie mit Sicherheit die Wallfahrtspsalmen (Pss 120-134) gebetet haben.
Der ausgewählte Psalm 121 eignet sich auch so sehr gut als Reisesegen. Er wird aber auch bei Beerdigungen gerne gebetet, da der letzte Vers «Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, von nun an bis in Ewigkeit.» mit der lateinischen Vulgata auch übersetzt werden könnte: «Der Herr segne Deinen Ausgang und Deinen Eingang von nun an bis in Ewigkeit, wobei im Kontext der Beerdigung dann der Ausgang aus dieser Welt und der Eingang ins himmlische Jerusalem gemeint ist.
Psalm 121
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:* Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,* der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken;* er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels* schläft und schlummert nicht.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;* er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden* noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen,* er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,*
von nun an bis in Ewigkeit.
DER FREUDENREICHE ROSENKRANZ
Betrachtung von Josef Lang
Im Namen des VATERS und des SOHNES und des
HEILIGEN GEISTES. AMEN!
Der Rosenkranz, der durch alle Jahrhunderte seine unüberwindliche Kraft bewiesen hat, führt uns ein in die Geheimnisse des heiligen Evangeliums.
ER ist ein betrachtendes Gebet.
Wir betrachten den Heilsweg und die Heilstaten Gottes mit der Menschheit.
Mit Maria betrachtet der Rosenkranzbeter das zentrale Geheimnis der Menschwerdung Gottes.
«Gott ist die Liebe»
GOTT will nicht das Verderben der Menschheit, sondern sie hinführen zur neuen Schöpfung; und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.»
Offenbarung 21
Das Beten desheiligen Rosenkranzes soll unsere Kongregation stärken und erhalten. Wir beten für alle Lebenden, Kranken und verstorbenen Mitsodalen, besonders die, dieses Jahr heimgerufen wurden.
Wir beten für neue Berufungen, für unsere Kongregation, aber besonders auch für heiligmässige Priester und Ordensleute. Wir beten für den Weltfrieden, der es jetzt besonders nötig hat. Wir vertrauen unser Gebet der barmherzigen Mutter Maria an und ihr Sohn möge unsere Bitten erhören.
Den du, o Jungfrau, vom hl Geist empfangen hast.
Als der Engel Gabriel Maria grüsste
«Du bist voll der Gnade»
da wollte Gott die wahrhaft gnadenreichste, schönste Schöpfung zeigen, die Er je ins Leben gerufen hat.
Ihre Liebe horchte auf das Wort des Vaters und gehorchte, sprach das FIAT und ihr Herz öffnete sich, um den Sohn Gottes vom Hl. Geist zu empfangen.
Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
2000 Jahre gedenkt die hl. Kirche der Heimsuchung der beiden Frauen. Eine der schönsten Begegnungen, die es je auf Erden gab. Im «Magnificat» und beim «Gegrüsset seist Du Maria», werden wir täglich daran erinnert. Ein Gruss Marias genügt, um das ganze Haus mit den Gnaden des Heiligen Geistes zu erfüllen. Elisabeth preist die Frucht des Leibes der Gottesmutter. «Wie kommt es, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt. Im Augenblick, als ich Deinen Gruss hörte, hüpfte das Kind voll Freude in meinem Schoss.»
(Lk 1,44)
Den du, o Jungfrau, geboren hast.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an Seinen Namen glauben.
(Joh 1,12)
Es gab keinen Platz in der Herberge, weil es an Liebe fehlte. Der Sohn Gottes, der unendliche Gott, wird geboren in einem Stall. Und doch birgt die Armut der Krippe den grössten Reichtum der Welt. Überall da, wo Christen sich um das Kind in der Krippe und seiner Mutter sich versammeln, strahlt das Licht der Liebe Gottes in diese dunkle Welt. Mit Freude wollen wir in diesem Advent mit Maria und diesem Licht,
der Krippe entgegen gehen.
Den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
Maria und Josef opfern im Tempel zu Jerusalem dem himmlischen Vater ihren Sohn.
Der greise Simeon dankt Gott, dass seine Augen das Licht der Völker und das Heil der Welt noch gesehen haben. Er sagt zur jungen Mutter: « Dieser ist gesetzt zum Fall und zur Auferstehung vieler, zum Zeichen, dem widersprochen wird, und dir wird das Schwert des Schmerzes deine Seele durchbohren. So ist auch Maria in das Opfer ihres Sohnes einbezogen. Bei der Verkündigung hatte der Engel von einem « Königreich ohne Ende » gesprochen. « Er wird gross sein, und Sohn des Allerhöchsten genannt werden». Von all dem schaut Maria nichts. Auch sie musste den Pilgerweg des Glaubens und der Passion gehen, mit all seinen dunklen Leidensstunden.
Den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.
Jesus pilgert mit seinen Eltern zum Osterfest nach Jerusalem. Er bleibt ohne ihr Wissen im Tempel zurück. Er schaut dem Dienst der Priester zu.
Sie schlachten Lämmer und bringen sie Gott als Sühnopfer dar, als Vorbild für das «Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt.» Drei Tage lang suchen Josef und Maria mit Schmerzen ihren geliebten Sohn. Und sie finden Ihn im Tempel im Gespräch mit den Lehrern Israels. «Kind, wie konntest Du uns das antun?» Er erwidert «Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass Ich im Hause meines Vaters sein muss.»
Der Segen und seine barmherzige Liebe hülle uns in diesem Advent mit seinem Gnadenwirken ein, und öffne den Menschen das wahre Glück und die wahre Freude.
Maria, die Gnadenvermittlerin, die unbefleckte Empfängnis, führe uns mit ihren Engeln zur Krippe, zum göttlichen Kind, der allein die Kraft hat, uns das alles zu schenken. Es segne und beschütze uns, Gott Vater, der uns erschaffen hat, Gott Sohn, der uns erlöst hat und Gott Heiliger Geist, der uns geheiligt hat. Amen.
IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HL. GEISTET. AMEN.
Unser Patronatsfest gehört zu den grossen Marienfesten. Pius XII. krönte dieses Festgeheimnis mit dem Dogma, dass die sündenlose Jungfrau Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.
Von alters her ist das Hinscheiden der seligsten Jungfrau Maria und ihre Aufnahme in den Himmel, das grösste Marienfest im Orient.
In vielen Kirchen findet am 15. August die sehr alte Kräuterweihe statt. Sie hat eine Beziehung auf Maria: Rose ohne Dornen, Lilie des Feldes… und weisen auf den Wohlduft ihrer Tugenden hin.
Bei der Weihe der Kräuter und Blumen wird um Gesundheit des Leibes und der Seele gebetet.
Wir beten diesen Rosenkranz in der Meinung des heiligen Vaters. Damit der
Hl. Geist ihn führt und stärkt in seinem hohen Amt. Der besondere Schutz der Himmelkönigin möge IHN mit der Kraft ihrer Engel begleiten. Wir beten für alle Bischöfe, Priester und Gottgeweihten, besonders für unsern Bischof und unser Bistum.
Wir schliessen ein, alle unsere Anliegen, unsere Familien und Anvertrauten.
Wir beten besonders für unsere Männer-Kongregation, für die Kranken und Verstorbenen Sodalen.
Wir beten besonders für den Weltfrieden, Maria die Friedenskönigin möge uns begleiten.
Wir beten den Glorreichen Rosenkranz.
Ich glaube an Gott VATER….
Der von den Toten auferstanden ist.
HERR, DU bist nach so vielen Leiden am dritten Tag auferstanden. Du hast Dich Deiner Mutter, den Frauen und den Jüngern gezeigt und ihren Schmerz in Freude umgewandelt.
Du hast sie begrüsst mit den Worten:
«Der Friede sei mit Euch», «fürchtet euch nicht, Ich bin es»…«fasst mich an, kein Geist hat Fleisch und Knochen wie ich.» «Seht meine durchbohrten Hände».
HERR, wir danken Dir für Deine Wunden, die nach Deiner Auferstehung geblieben sind und die hell leuchten in Ewigkeit. Amen
Der in den Himmel aufgefahren ist.
«ICH gehe heim, zu meinem VATER und zu eurem VATER», «ICH gehe und bereite euch einen Platz», «Ich lasse euch nicht als Weisen zurück».
Herr Deine Worte sind mehr als ein Trost: Es ist die Gnade, die unsere Herzen erfüllt, es ist die Hand, die uns begleitet. Segne HERR unser Herz mit diesem Glauben, damit wir in jeder Situation des Lebens an DICH glauben können. Wir danken DIR für das Geschenk Deiner Mutter, die uns führt und anspornt und für unser Heil eintritt.
Der uns den Hl. Geist gesandt hat.
Wir betrachten, wie der Hl. GEIST, auf Maria und die Apostel im Abendmahlsaal herabkommt. Der heilige Lukas schreibt: «Während sie alle beisammen waren, erschienen ihnen Zungen von Feuer, die sich auf jeden von ihnen niederliessen; und sie wurden erfüllt vom HEILIGEN GEIST».
Liebe Mutter Gottes, Du hast die Apostel, die Jünger, die frommen Frauen, alle Gläubigen wieder mit JESUS vereint.
Schenk uns die Gnade, dass wir im Gebet immer wieder neu Kraft schöpfen und vereint bleiben mit Dir, liebe Mutter und dem Tröster, dem Hl. Geist. Amen.
Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hast.
Maria wurde in den Himmel aufgenommen:
Freuen sollen sich die Scharen der Engel:
« Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.» (PS.45,14)
Heilige Muttergottes, mit diesem geschmückten Leib, der in den Himmel aufgenommen wurde, hast Du den Sohn Gottes geboren.
Herr, Du hast uns am Kreuz Deine Mutter geschenkt, als Du sagtest: «Ich lasse euch nicht als Weisen zurück».
Wir danken Dir für Deine Mutter, die uns hilft in den Himmel zu kommen.
Liebste Mutter wir legen dir unsere Männerkongregation ans Herz, dass du uns wieder Nachwuchs schenkst.
Der dich, o Jungfrau im Himmel gekrönt hat.
Am Himmel erschien ein grosses Zeichen: «Eine Frau mit der Sonne bekleidet», so schreibt der Heilige Johannes in der Offenbarung.
O Herr, wir danken Dir, weil Du uns mit der Krönung Mariens gezeigt hast, wie der Mensch sein wird, wenn er Dir nachfolgt. Elisabeth lehrt uns, auf ihre Tugenden zu schauen, wenn sie sagt: «Selig bist Du, weil Du geglaubt hast.»
Jetzt sehen wir Dich voller Bewunderung mit zwölf Sternen über dem Haupt, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter Deinen Füssen. Wir möchten Dir auch eine Krone schenken, eine Krone des Dankes, der Liebe und Dir mit unserem ganzen Herzen sagen: «Wir lieben Dich.»
Segen:
Der Allmächtige schaue in Liebe auf seine erlösten Kinder. Wir zeigen Dir die Schönheit des unbefleckten Herzens Deiner Tochter, Mutter und Braut und zeigen Dir die leuchtenden, blutenden Wunden Deines Sohnes.
In deren beider Herzen wollen wir Dich verherrlichen, von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.
Dazu segne uns der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. AMEN.
Im Monat Juli verehrt die HEILIGE Kirche besonders das kostbare Blut.
Papst Joh. der 23. schrieb eigens eine Litanei vom Kostbaren Blut.
Er sagte: Meine Eltern beteten im Monat Juli jeden Tag laut, die Litanei vom kostbaren Blut.
Wer wollte dieses Blut nicht preisen? Es ist unendlich kostbar. Wer wollte JESUS, der es vergoss nicht innig lieben? Was wäre aus uns geworden, wären wir nicht erlöst worden durch dieses göttliche Blut? Wer liess es fliessen aus den Adern, bis zum letzten Tropfen? Gewiss die Liebe. Ja, grenzenlos ist diese Liebe, die uns diesen Balsam des Heils schenkt. Er ist geflossen aus einem nie versiegendem Quell der Liebe.
Jesus, Du bist aus dem Schoss des himmlischen VATERS gekommen, um uns aus Schuld und Sünde zu erlösen. In Demut bitten wir Dich: «Lass uns am Tag des Gerichtes zu Deiner Rechten das Wort vernehmen; Kommet ihr gesegneten!»
Dann wollen alle Herzen, alle Zungen Dich loben, preisen und Dir Dank sagen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Wir beten diesen Rosenkranz in der Meinung des Heiligen Vaters für die Hl. Kirche, für die Priester, Bischöfe und Gottgeweihten und für den Weltfrieden.
Wir schliessen ein alle unsere Anliegen, unsere Familien und Anvertrauten. Wir beten besonders für unsere Kongregation. Für die Kranken für die verstorbenen und die wir neu aufnehmen dürfen an unserem Festtag. Wir beten zur Verehrung des heiligen Blutes den schmerzhaften Rosenkranz.
Der für uns Blut geschwitzt hat.
Nach dem Abendmahl ging Jesus in den Ölgarten und seine Jünger begleiteten ihn.
Als er an den Ort kam, sprach er zu ihnen: «Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.» Und er trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: «Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe.» Da erschien ihm ein Engel mit dem Kelch und stärkte ihn.
Der für uns gegeißelt worden ist.
Pilatus ging wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: «Ich finde keine Schuld an ihm. Es besteht aber bei euch der Brauch, dass ich euch am Osterfest einen Gefangenen freigebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden freigebe?»
Da schrien sie: «Nicht den da, sondern Barrabas. Barabbas aber war ein Räuber.»
Da liess Pilatus Jesus geißeln.
(10 18,38-19, 1).
Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus und zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um.
Sie flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie Ihm auf sein Haupt und gaben Ihm ein Rohr in die rechte Hand. Sie fielen vor Ihm auf die Knie und verhöhnten Ihn, indem sie riefen: «Heil dir, König der Juden!» Und sie spien ihn an.
Mit dem Rohr schlugen sie ihm auf das Dornengekrönte Haupt.
Dann nahmen sie Ihm den Mantel ab und zogen Ihm seine Kleider wieder an und führten Ihn zur Kreuzigung (Mt 27,27-3 1).
Der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
Dreimal ist er unter dem Kreuz zusammengebrochen.
Da zwangen die Soldaten einen vorübergehenden Landarbeiter namens
Simon von Cyrene, um Jesus zu helfen das Kreuz zu tragen. Keiner seiner Jünger war da, der geholfen hätte.
Simon wurde das Vorbild aller Kreuzträger.
Der für uns gekreuzigt worden ist.
«Schmerzensmutter MARIA! Ich trauere mit dir um der Leiden deines SOHNES willen, der für uns gekreuzigt worden ist.»
Ach, das ganze Leben JESU war nur ein einziges Kreuz, und auch du bist durch deine innigste Liebe zu Ihm an dieses Kreuz geheftet gewesen! Deine Seele ward in Wahrheit von einem Schwert durchbohrt. Alle Wunden, die Seinen hochheiligen Leib bedeckten, sind in deiner Seele zu einer einzigen Wunde geworden.
Der heilige Pfarrer von Ars sagte:
Immer, wenn er eine grosse Gnade bekommen habe, war es, wenn er die hl. Muttergottes bat, für ihn das kostbare Blut aufzuopfern.
Ein Gebet von ihm:
O Mutter JESU, durch deine unermesslichen Schmerzen beim Leiden und Sterben deines göttlichen Sohnes und um der bitteren Tränen willen, die du vergossen hast, bitte ich dich, opfere du den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib unseres göttlichen Erlösers in Vereinigung mit deinen Schmerzen und Tränen dem himmlischen Vater auf, zur Rettung der Seelen und um die Gnade zu erlangen um ich Dich anflehe.
Das gewähre uns und segne uns auf die Fürsprache der lieben Gottes Mutter Maria vom Kostbaren BLUT, der allmächtige gütige Gott, der Vater, der Sohn und der hl. Geist. AMEN.
Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.
Gelobt sei JESUS CHRISTUS in Ewigkeit. AMEN.